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Was!? „SOOO“ teuer? Friseurpreise im Preisvergleich!

Angeregt durch einen Kunden, der sich bei mir per Facebook beschwerte, weil wir bei seinem fast drei jährigem Sohn 12.00 € für den Haarschnitt verlangt haben, gehe ich heute einmal der Frage auf den Grund, ob dies wirklich teuer ist.

Klar, man sagt dann gerne, „Hey, das ist ein kleines Kind, da könnt ihr doch nicht so viel abziehen!“
Bei uns zahlen Kinder generell bis zu 2 Jahren nichts… das ist ein Geschenk an die Eltern, denn insbesondere bei den ganz Kleinen kann man oft kaum schneiden.
Man verbringt aber viel Zeit damit, die Kleinen abzulenken und zu bespielen!
Oft stehen wir krumm hinter dem Kind, welches „STILLSITZEN“ überhaupt nicht kennt und auch nicht versteht!
Das Ganze stets mit der Gefahr, dass wir uns in die Finger schneiden oder schlimmer, immer in der Angst das zappelnde Kind zu verunstalten!

Zurück zu dem Kunden und seinem Kleinen, der uns wirklich schon fast 3 Jahre viel Freude bereitet!
Anfangs, als der junge Mann zu uns kam und überhaupt nicht wusste um was es bei der Haarschneiderei ging, kam er zwar äußerst gerne zu uns, (anscheinend gefielen ihm die vielen hübschen Mädels) aber am Kopf anfassen lassen war nicht so sein Ding!
Kopf wegziehen oder gar nach dem Kamm hauen war Standard und das Ganze wuchs zu einem kleinen Krimi.
Zum Teil waren dann drei Mädels damit beschäftigt, den Kleinen abzulenken und zu bespaßen, damit er sich bei dem Versuch etwas abzuschneiden an den Kopf fassen ließ.
Zum Teil waren die Mädels dann 30-45 Minuten beschäftigt… und das ganz zum Nulltarif!!
Klar, in den letzten Jahren haben wir unsere Preise deutlich erhöht, da musste der arme Kunde schon einige Preissprünge erleben! So ist unsere Preis für einen Herrenhaarschnitt inkl. einer ausgiebigen Kopfmassage in fünf Jahren von 23.00 € auf 29.00 € gestiegen! (kalkulierte Arbeitszeit 30 – 35 min.)

Heute:
Heute ist der junge Mann schon groß, freut sich wie ein Keks und hält wunderbar still.
Der hat es halt von ganz klein an gelernt, dass Haarschneiden etwas Schönes ist!
Grinst übers ganze Gesicht und gibt höchst motiviert jedem die Fünf. Es macht richtig Spaß dem süßen Fratz die Haare zu schneiden.
Trotzdem, nun ist er groß und jetzt fangen wir langsam an den Aufwand, den wir die vielen Male freiwillig zum Nulltarif geleistet haben, etwas kosten zu lassen?
Dabei ist es eigentlich vollkommen egal, ob wir dies für ein Kind oder für einen Erwachsenen tun, die Arbeit wird doch geleistet und ist doch immer das gleiche wert und verursacht auch immer die gleichen Kosten!?
Trotzdem nehme wir nur 12.00 € und dies ist weniger als die Hälfte, als wir eigentlich bräuchten!

Preisliste Haarchitektur Lüneburg

Haarchitektur-Event2015

Fetherheads

Mittlerweile hat der junge Mann eine Stammfriseurin!
Diese Mitarbeiterin ist selbst Mutter und hat zwei Kinder. Obwohl sie ja schon über einiges an Lebenserfahrung verfügt, ist sie noch Anfänger im Beruf (ehemalige Umschülerin) und in der geringsten Lohnstufe eingeordnet .
Sie verdient unseren hausinternen Mindestlohn von 10.00 € die Stunde!
Das ist nicht viel, aber branchenüblich für eine frisch ausgelernte Mitarbeiterin ein wirklich gutes Gehalt in unserem (Branchendurchschnitt) schlecht entlohnten Beruf! Sicherlich, jeder hat bei uns die Möglichkeit mehr zu verdienen, aber am Anfang fehlen natürlich auch die Stammkunden. Ich glaube an meine Mitarbeiterin und denke, dass auch sie bald noch deutlich mehr verdienen wird!

Aber dafür bedarf es eindeutig mehr Umsatz!!

Ich empfinde den gesetzlichen Mindestlohn als menschenunwürdig und habe beschlossen, dass 10.00 € p. Std das Geringste ist, was ich mit meinen Gewissen vereinbaren kann! In der Regel liegen unsere Durchschnittsgehälter bei 12.00 € pro Stunde.
Aber auch mit 1625.00 € Brutto bei 37,5 Std, können eine Erwachsene und ihre zwei Töchter nicht gerade in Saus und Braus leben…
Als ich meiner Mitarbeiterin am nächsten Tag berichtete, dass der Kunde sich über den Preis beschwert hat, war sie geradezu erschüttert… sie hat nach ihrer eigenen Aussage ca. 25 min. dem Kleinen die Haare geschnitten und ist wie immer sehr auf ihn eingegangen.
Auch wenn er nun besser still hält, muss sie aufpassen, wenn sie die Schere ansetzt!
Hinterher ist sie mit ihm an der Hand noch nach hinten gegangen und hat ihm fürs tolle Stillhalten noch zwei kleine Schoko-Weihnachtsmänner geschenkt!
Noch im Oktober 2015 haben wir bis 3 Jahre umsonst geschnitten, aber meine Mitarbeiter haben sich beschwert und gesagt, das sie dann keine Kinder mehr bedienen möchten, dann sollen das nur noch Azubis machen, denn ohne Umsatz arbeiten geht nicht, denn sie wollen natürlich verdienen!
Wie oft hat meine Mitarbeiterin bei dem süßen Kerl, mit Unterstützung mehrerer Kolleginnen, komplett und ohne etwas zu kassieren den ganzen Aufriss ohne Umsatz gemacht?

Und jetzt sind den Eltern 12.00 € zu viel?
(die Mutter wurde übrigens vorher über die Veränderung des Preises informiert und und es wurde ihr gesagt, dass es heute etwas kosten würde)Haarchitektur-Lüneburg-Ich bin Profi

Aber wie soll das denn bei geringeren Preisen überhaupt funktionieren?

  • 40-45% Lohn und Lohnnebenkosten sind im Friseurhandwerk üblich, da wir ja ausschließlich Handarbeit machen
  • 19% gehen ans Finanzamt (MwSt)
  • 23% sind Gemeinkosten – Kaffee-Kekse – „Schoko-Weihnachtsmänner“ – Strom – Heizung – Warmwasser – Abwasser – Steuern -Abgaben, aber auch unproduktive Gehälter und viele andere Kosten.
12,00 € Umsatz
– 5,40 € Lohn + Lohnnebenkosten ca. 45%
– 1,92 € MWSt 19%
– 2.76 € Gemeinkosten ca. 23%
  1,92 € Gewinn
– 0,86 € mind. steuerliche Abgaben
1,06 € Gewinn

Bitte was? Von 12.00 € Umsatz bleiben gerade mal 1,06 € Gewinn über?

Schön wäre es?

Wir haben einen Deckungsbeitrag von ca. 50.00 € für Dienstleistungen in der Stunde, meine Mitarbeiterin aber für 25 min. Arbeit nur 12.00 € eingenommen hat steuern wir hier in ein Minus? Wir können uns dieses Minus leisten, weil unsere Dienstleitungen ausreichend kalkuliert sind!
Wir bieten z.B. auch Ponyschneiden für unsere Kunden als Service an, jegliche Reklamation oder Unzufriedenheiten erarbeiten wir ohne Berechnung, in eine Kalkulation stehen diese Kosten unter G & V (Gewinn und Verlust)

Aber was können denn, meine Mitarbeiter, der kleine Kunde oder ich dafür, dass es Friseure gibt, die Ihre Arbeit für weniger als einen Döner verramschen!?
Was können wir dafür, dass viele Kollegen Ihr Unternehmen als Hobby betreiben, Lohndumping, schwarze Kassen, Geldwäsche, Microunternehmen (ohne Steuerlast) oder einfach nur ruinöse Billigpreise auf Kosten von Service, Kundenfreundlichkeit und zu guter Letzt mangelnde Zeit und Qualität und stets auf Kosten der Mitarbeiter betreiben!

Geht der liebe von uns gebeutelte Vater für 10.00 € die Stunde  arbeiten?

Weiß dieser Vater überhaupt, was es bedeutet, jeden Tag – zum Teil über 40 Stunden die Woche, mental extrem gefordert und körperlich, durch die vielen statischen Belastungen, diesen unglaublich anstrengenden Beruf auszuüben und dann noch zum Amt zu laufen, weil das Geld nicht reich? Ist es fair über einen Preis zu schimpfen und zu diskutieren, für eine Dienstleistung die fast verschenkt wird? Nur weil es uns so viel Spaß macht diesen kleinen Erdenbürgern das Haarschneiden nahe zu bringen?

Ist es fair, wenn Eltern über 2 Jahre lang diese Arbeit geschenkt bekommen und dann irgendwann, wenn sie den (halben) Preis zahlen müssen schimpfen und dies als zu teuer erachten? Wir sind schon enttäuscht und wissen nicht, wie wir mit dieser Situation umgehen sollen…

Über eines kann sich jeder sicher sein…
Ich zweifel gerade ob ich auch weiterhin meine Arbeit aus purer Nettigkeit, umsonst / zum halben Preis verschenken soll, wenn einem so dafür gedankt wird! 🙁

Sind wir nicht ein Handwerksberuf?

Was bekommt man denn heute so für 12.00 €?

  • in der Autowerkstatt zahle ich 25.00 € +  MwSt (ca. 10 min Arbeit mit Schlagschrauber) für den Wintereifenwechsel, denn man zahlt dort ca. 100.00 – 120.00 € pro Stunde
  • Kinderschuhe? Warum  zahlt man eigentlich für kleine Schuhe das Doppelte?
  • Kinderkleidung…  warum zahlt man eigentlich für ein Kinder T-Shirt oft mehr als für ein Großes?
  • Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt? Sorry, der billigste Billigfusel aus 10 Liter Tetra Pack und ich muss für so einen Ekelkram 3.50 – 4.00 € zahlen? Da werde ich noch nicht mal besoffen für 12.00 €, habe aber durch die ekeligen Becher im besten Fall Herpes und garantierte Kopfschmerzen!
  • Ein Schnitzel in der Lüneburger Systemgastronomie… fettige matschige Bratkartoffeln und ein Tiefkühl-Schweineschnitzel aus der Fritteuse… ist in ca. 10 min. auf dem Tisch! z.T. für 10-12€
  • Schlüsselnotdienst – Waschmaschinennotservice – für 12.00 € gehen die grade mal ans TelefonHaarchitektur-Lüneburg-Facebook-Kommentar Klier
  • Haarschnitt bei einem Discount-Friseur – alles 13.00 € und ich glaube kaum, dass sich dort jemand so lange und aufopfernd Zeit lässt!?
  • Kinderhaarschnitt bei einer große deutschen Friseurkette- siehe Bild!
    (2013 ein Kommentar auf deren Facebookseite zum Preis eines Kinderhaarschnitts)
  • Döner, beim Türken um die Ecke. 4,00€ für ein Döner bei ca. 1 Minute Arbeit und ca. 0,20 € Material, kostet der Döner tatsächlich unglaubliche 240€ pro Stunde!!!

So könnte ich nun eigentlich stundenlang weiter machen!

Wenn es nun noch interessiert, kann gerne weiterlesen!?
Es geht um die Zukunft der Friseurbranche

Das Ganze geht noch viel tiefer, als es diese unliebsame Situation im ersten Moment darstellt!

Warum haben meine Mitarbeiter und ich uns denn für dieses Konzept entschieden und warum musste der arme Familienvater nun schon mehrere saftige Preisanpassungen über sich ergehen lassen?

Wie schaut es denn aus in unserem schönen Beruf? Wenn man ehrlich ist, recht finster!
Kaum jemand bildet noch aus(Ausbildungsquote unter 20%) und man hört, dass in der Branche nur noch gejammert wird!

Keiner ist zufrieden: 

  • Fachkräftemangel – klar, wer will für den Hungerlohn noch so eine schwere Arbeit machen?
  • keine Azubis zu finden – gleichzeitig wird kaum noch ausgebildet – ich bin in Lüneburg nahezu der Einzige, der in großem Stil und in aller Regelmäßigkeit jedes Jahr 1-2 Azubis einstellt
  • leere Schulen – Berufsschulklassen mit 5-6 Schülern
  • Lohndumping – trotz Mindestlohn werden Mitarbeiter für 3 Tage eingestellt und müssen dann bis zu 6 Tage dafür arbeiten – somit zum Teil Stundenlöhne von unter 3 €
  • unbezahlte Überstunden – um bei billigen Preisen ausreichend Umsätze zu machen müssen viele Friseure unbezahlte Überstunden leisten
  • viele angelernte Kräfte – in den Billigklitschen kaum noch Friseure, zum Teil  angelernte Hausfrauen (siehe hier)
  • akut sinkendes Mitarbeiterniveau
  • kaum noch Weiterbildung (zu kostenintensiv)
  • ca. 30% – 25 000 der Friseurunternehmen sind so genannte Microunternehmer mit unter 17 500 € Jahresumsatz (mit Umsatzsteuerbefreiung), die den Rest zum Leben dann wahrscheinlich schwarz erwirtschaften und zum Amt aufstocken gehen
  • über 30% – 28 000 Unternehmer die einen Jahresumsatz von unter 50 000 € erwirtschaften (Monatsgewinn unter 700€) – auch hier ist der Schwarzgeldanteil mehr als wahrscheinlich und auch hier wird aufgestockt
  • Geldwäsche – Unternehmen mit Kontakt zum Drogen und Rotlichmilieu, in denen für 5€ – 10€ Haare geschnitten wird, aber abends dann nach Feierabend dann die Kasse klingelt
  • Unzufriedene Mitarbeiter – miese Gehälter, Akkordarbeit, kaum Pausen, unglaublicher Druck – sektenartige Konditionierung und überspitzte Umsatzziele

Auch hier könnte ich noch stundenlang weiter machen

Wo wird es hinführen!?
Durch die viel zu billigen Preise wird der Fachkräftemangel in Zukunft dramatisch werden…. es kommt unweigerlich zu einem akuten Friseursterben!
Aber wird sich die Branche wirklich gesundschrumpfen?

Nicht wirklich, es werden sich nach meiner Meinung drei Ligen bilden!

  • Billige – Discountläden – mit absoluten Billigpreisen und dementsprechenden Mitarbeiterpotential – bestes Beispiel… gerade wurde ein neuer Beruf durch einen französische Kosmetikkonzern geschaffen, hier kann man eine „friseurähnliche“ Ausbildung (Master of Professional Beauty) in nur einem Jahr absolvieren! Was sich hier erst so hochtrabend anhört, ist schnell klar für welches Konzept diese „neuen“ Mitarbeiter gedrückt werden – ein Skandal: dies passierte mit voller Unterstützung der Bildungspolitik …schlimmer… nach drei Berufsjahren darf dieser Mensch sich sogar zur Meisterprüfung anmelden – für mich ein weiterer Sargnagel für unseren Beruf!
  • Einzelunternehmen – wo sich der Friseur als Einzelkämpfer und gering verdienender Unternehmer durchschlägt und ganz klar auf Altersarmut zusteuert
  • Hochpreisige Unternehmen mit Top-Qualität – Top-Personal – Top-Gehältern und angepassten Preisen.

Meine Mitarbeiter und ich haben unsere Entscheidung für uns getroffen und werden uns auch weiterhin fort und weiterbilden.Haarchitektur-Lüneburg- Zeitungsartikel über zu viel Service
Und natürlich unsere Arbeit auch weiterhin ausreichend bezahlen lassen…

Was für Entscheidungen preisbewusste Kunden treffen?

Ehrlich gesagt, diese Gedanken kann ich mir nicht leisten!

Aber es soll ja jemanden geben, dem Service zu viel des Guten ist und der dann lieber zum Discounter läuft! Warum so ein Mensch dann aber diesen Blödsinn in eine einer Zeitung abdrucken darf… mir will es nicht in den Kopf!
Denn auch diese kleine regionale Zeitung lebt von den Anzeigen die auch so mancher Friseur bei ihnen kauft! Ich denke die werden ihre Kunden auch ganz genau fragen, wie sie sich ihre Anzeigen denn so vorstellen!?
Ich würde mir das bestimmt zweimal überlegen, ob ich so eine Zeitung noch unterstützen soll!

Willst auch Du lernen einen ausreichenden Preis zu kalkulieren und diesen auch dann selbstbewusst vor Deinen Kunden zu vertreten!?

 

Veröffentlicht von Christian Funk

Friseurmeister und Inhaber des Friseursalons Haarchitektur in Lüneburg. Dozent und Prüfer in der Meisterschule der Handwerkskammer Lüneburg (Braunschweig-Lüneburg-Stade). Fachautor, Social Media Experte und Fachtrainer für verschiedene Firmen der Beautybranche.

17 Kommentare

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Renee

Danke für den tollen Bericht!!! Ich sehe das genau so, aber in Deutschland wird das immer einen Kampf bleiben mit den Preisen . Ich bin in eine kleine Kurstadt , und habe auch immer zu Kämpfen mit Aussage der Kunden, bin aber im ganzen Landkreises mit der teuerste, bzw was heist hier teuer…..😩bin aus Holland und habe da mit ganz anderen preissen gearbeitet. Freue mich auf deinen nächsten Bericht liebe Grüße Renee Haakman

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Nicole Marx

Dein Beitrag trifft es auf den Punkt genau….Ich bin in einem kleinen Weinort an der Mosel als ein sogenannter Einzelkämpfer tätig .Nicht weil ich es so möchte sondern weil ich muss……Danke für diesen tollen Beitrag

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Hendrik

Stimme dem Artikel 100% zu, eigentlich! Denn so toll der erste Teil ist, desto schlimmer finde ich den Zweiten, in dem über die eigentlichen Unternehmerkollegen hergezogen wird. Man sollte seinen berechtigten Frust nicht an denen auslassen, die auch ums überleben kämpfen.

Ich glaube kein Gastronom in Lüneburg verdient sich eine goldene Nase. Man sollte sich mal zu Gemüte führen was in einem Lokal für finanzielle Risiken sind mit verderblicher Ware. Und das Beispiel mit den 12,- ist auch VOLLKOMMEN in diesem Sinne überzogen. Denn ich kenne kein Systemgastronom der für 12,- ein Schnitzel anbietet. Das machen die normalen Gastronomen, aber da ist es mit Sicherheit nicht so überzogen wie beschrieben.

Sorry, dass ich mich da etwas ägere. Vor allem weil ich dem Inhalt von Ihrem Anliegen VOLLKOMMEN zustimme und diese „Geiz ist Geil“ Mentalität teils unter aller Sau ist in der Bevölkerung. Aber wie sie bemerken bin ich ein Gastronom und biete zb. ALLES KOMPLETT frisch jeden Tag an . Auch jeden Mittagstisch. Wir haben nicht mal ne Tiefkühltruhe. Bieten dennoch Gerichte für 6,90,- an! Alles hart durchkalkuliert und funktioniert auch, OHNE triefend fettige Bratkartoffeln und Tiefkühlmist.

Ich könnte jetzt auch sagen, was bekommt man für 6,90? Einen halben Haarschnitt… Man sollte aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, wie sie es tun. Ich hoffe sie haben verstanden was ich damit sagen möchte.
Ich sehe ja ihre Kalkulationen und habe auch das Wissen darüber, dass es unbedingt notwendig ist, dass diese Preise genommen werden MÜSSEN bei Friseuren, damit es gerechte Gehälter gibt und man mit allen Fixkosten überleben kann.

Wichtig ist, dass wir Unternehmer in diesem Thema zusammen halten und nicht über andere herziehen, wie sie ihre Geschäfte führen. Woher wissen wir, wie lange die Glühweinverkäufer von den Einnahmen leben müssen? Vielleicht müssen Sie einen Umsatz erwirtschaften, der über die Sommerzeit einen hinweg hilft. All dies weiß man nicht und sollte nicht drüber reden und mit sich selbst vergleichen.

In diesem Sinne,
ein Unternehmerfreund! 🙂

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Christian Funk

Hallo Hendrik,

vielen Dank für die umfangreiche Antwort! Und auch ich gebe Dir an den meisten Stellen recht… nur habe ich die Beispiele nicht aufgezeigt, um meine Unternehmer-Kollagen aus der Gastro zu verurteilen und viel wichtiger, ich habe mir die wirklich negativen Beispiele aus meiner Erfahrung hier in Lüneburg herausgepickt! 😉 Das Lüneburg als Touriestadt nicht unbedingt als günstig zu bezeichnen ist, ich denke da sind wir uns einig!? Ist aber auch vollkommen OK und auch richtig so, wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt! Ich bin übrigens mehr als bereit, für einen „guten“ Glühwein, für ein leckeres Schnitzel und vor allem, für leckere Bratkartoffeln (die nicht nur auf der Karte, als knusprig bezeichnet werden) ordentliches Geld in die Hand zu nehmen, aber auch da sind wir uns sicherlich einig! Auch ich habe keine Birnen mit Äpfel verglichen… ich habe tatsächlich nur Preise verglichen um aufzuzeigen, was man für 12.00 € denn noch so anderes bekommt! Ich werde und will hier aber auch keine Namen negativ einbringen… aber man bekommt auch in Lüneburg ganz hervorragendes Essen und auch auf dem Weihnachtsmarkt leckeren Glühwein! 🙂 So viel dazu! 🙂

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Hendrik

Jetzt sind wir uns vollkommen einig. 😉 Denn, dass es so manche Kandidaten gibt, da stimme ich natürlich zu. Dann kam es bei mir leider etwas zu Allgemein rüber. „Schwarze Schafe“ gibt es ja leider überall.
Aber im Allgemeinen sind wir eine tolle Stadt, mit überdurchschnittlich vielen, sehr netten Unternehmern. Und ich wünsche diesen und uns, dass die Gäste und Kunden das weiterhin würdigen… man müsste schon fast unter uns eine Werbekampagne in Lüneburg starten nach dem Motto „Lüneburger Unternehmer gegen Dumpinglöhne – mach mit“ oder „Faire Preise für faire Löhne“… ich habe jedenfalls festgestellt, dass die Lüneburger durchaus dazu bereit sind mehr zu geben, wenn sie einen Sinn dahinter sehen oder Qualität dadurch höher ist (bei uns zb. keine Geschmacksverstärker, alles frisch, Ausweichprodukte für Veganer, Lactoseintolerante, Glutenallergiker, etc) 😉
Und da bei Euch die Quali auch deutlich höher ist, vor allem auch durch den Service, müssen die Lüneburger das nur manifestiert wahrnehmen.
Ich komme demnächst mal zum Schneiden rum. Also bis bald! 🙂
LG Hendrik

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Christian Funk

Hey, ja ich habe auch das gute Gefühl, das wir hier in Lüneburg ein tolles Publikum haben, die gerne für gute Leistung und vor allem für motivierte und gut bezahlte Mitarbeiter ein wenig mehr ausgeben!
Ich hatte vor einiger Zeit eine Werbekampagne mit Plakaten hier in Lüneburg und habe dadurch ein enormes Feedback bekommen!
Auch äußere ich mich sehr deutlich zu diesen Themen und finde mein Geschäft läuft seit dem ich mich weit weg von den günstigeren Mitbewerbern aufstelle, bedeutend besser! Auch muss ich mich immer weniger für meine Preise rechtfertigen oder blöde Diskussionen führen! Ich freu mich, Dich persönlich kennen zu lernen! Und muss zugeben, das „Speicherhaus“ hatte ich bis dato noch nicht auf dem Zettel… wird aber ganz sicher demnächst ausgiebig besucht! 😉

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Marcel

Super Bericht, finde es klasse wie Du den Gewinn aufgelistet hast, damit einigen klar wird was da dahinter steckt. Ich frage mich eher, wie man sich über 12 Euro für sein Kind beschweren kann, wenn es danach immer lächelnd den Friseur Salon verlässt. Geiz ist nicht immer geil!

Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg:-)

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Peter Loth

Ein super Bericht, der den Nagel auf den Kopf trifft.
Mein Team und ich kommunizieren in Bielefeld schon seit Jahren dass gute Mitarbeiter bei guter Leistung und dazugehörigem Umfeld gut bezahlt werden. Viele unserer Kunden unterstützen die Preis-Leistungsphilosophie von uns. Nichts desto trotz muß in der Breite gehandelt werden und man selbst immer mit gutem Beispiel vorangehen.
liebe Grüße aus Bielefeld, Peter Loth

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Bianca

Ich verstehe Sie und bin ganz Ihrer Meinung. Vielleicht „beruhigt“ es sie, dass ich als Psychotherapeutin in Ausbildung mit einem abgeschlossenen Psychologiestudium nun 22.000 € für meine dreijährige Ausbildung zur Psychotherapeutin aus eigener Tasche zahlen darf und meine Pflichtstunden in der Klinik als Praktikum weit unterhalb des Mindestlohnes mit genau 5,68€ vergütet werden. Dabei bin ich für unserern Berufsstand noch gut bezahlt! Klar, ich habs mir ausgesucht und mache meine Arbeit gerne und mit Herzblut. Aber ist es nicht umso erschreckender, das diejenige, die sich um psychisch wirklich schwer kranke Menschen kümmert, die 5 Jahre (Regelstudienzeit!) studiert hat, nun weniger verdient, als die in die Service-Gesellschaft ausgelagerte, ungelernte Reinigungskraft. Die ist natürlich auch wichtig, aber sie hat bei Weitem nicht so viel in ihre Ausbildung investiert und trägt ein bisschen weniger Verantwortung…

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Hermann Wiezorek

Thema „Kinder günstiger“
Hallo Christian, Du hast zu einem ernsten Thema mal wieder außergewöhnlich nett und berechtigt Deine Kalkulationsbasis dargestellt. So gibt es wohl in jedem Salon eine eigen soziale Einstellung.
Weil unsere anspruchvollen Kinder den gleichen Preis der Männer bezahlen, werden sie auch gerne von unseren Mitarbeitern bedient. Ausnahmen gibt es bei uns nicht. Wenn den Neukunden das im Voraus gesagt wird, gehen sie oder bleiben auch manchmal.
Grüße aus Kleve
Hermann Wiezorek

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Steven Heinel

sehr geehrter Herr Funk,

erst einmal ein großes Kompliment, für Ihren Mut unser Gewerbe so kritisch und gleichzeitig doch optimistisch zu betrachten. Nicht umsonst sollte man seiner eigenen Angst in die Augen schauen können, um später schlimmeres zu verhindern. Ich selbst betreibe seit 16 Jahren einen kleinen individuellen Friseursalon im Haus, was wie sie schon in anderen Artikeln beschrieben haben die Situation im Gegensatz zu meinen Konkurrenten ( Mitkämpfern ) um vieles erleichtert. Dafür aber auch mit einer enormen Eigenleistung verbunden ist und glauben Sie mir ich fühle mit meinen Mitbewerbern genauso wie Sie mit. Dennoch glaube ich, dass Sie in Ihren Artikeln einiges übersehen. Es gibt Zeiten, in denen eine Preissteigerung durchzusetzen ist. Wenn man sich aber mal einen Gesamtblick von der gesellschaftlichen Lage macht, wird schnell klar das diese Zeiten noch nicht gekommen sind. Ich weis nicht wie es bei Ihnen aussieht aber in Berlin ist glaube ich die Situation noch sehr viel ernster zu betrachten. Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach in einer Desinteresse der meisten Menschen, sich außerhalb Ihrer Hobbys ( Freizeit ) mit der Gesellschaft zu beschäftigen, was allerdings wie ich merke auch wieder immer mehr zu nimmt. Desweiteren liegen den Menschen heut zu Tage sehr viele Dinge schwer im Magen. Was wird aus meiner Rente? Was machen die Bänker mit meinen Zinsen? Was passiert mit meinem Job, wenn die Technik meine Arbeitskraft immer mehr ersetzt. Das alles sind wichtige Fragen, was die Menschen heut zu Tage berührt und gleichzeitig eine Geiz ist Geil Mentalität nicht so ganz überwinden möchte und das übrigens nicht nur in unserem Gewerbe. Desweiteren halte ich es für fast unausweislich, dass wir immer mehr solche von Ihnen beschrieben Zustände erleben werden, was sicherlich auch der reinen freien Marktwirtschaft zuzuschreiben ist. Ohne eine klare Mindestpreisregelung (Stundensatzvorgabe) die in unserem Handwerk nirgendswo festgelegt ist, werden wir hier weiterhin auf Granit beißen und was die Bedürfnisse der Konsumenten angeht, da haben wir beim Besten Willen kein Einfluss drauf und das ist auch gut so wie ich finde. Bis dahin halte ich es persönlich genauso wie Sie! Die Menschen mit Texten mutig zum Hinterfragen zu bringen, scheint mir im Moment die einzige Lösung zu sein. Oder wie ein kleines Vorbild von mir ( nicht aus unserem Gewerbe ) es so schön sagt. Wir brauchen erst einmal Menschenentwickler, die andere stark machen, denn das haben wir in den letzten Jahren vollkommen vernachlässigt. Wenn man seinen Kunden ganz genau zuhört, ist bei manchen einfach nur emotionale Leere vorhanden, was wiederum darauf zurückzuführen ist, dass es nicht nur in unserem Handwerk schlechte Führungskräfte gibt. Ich für meinen Fall werde die gesellschaftliche Entwicklung ganz genau weiter im Auge behalten, um dann erst zu entscheiden. So einigen hat so eine Preiserhöhung schon das Genick in meinem Umfeld gebrochen. Eventuell und da können mich einige bis jetzt noch für verrückt erklären, gibt uns sogar das heiß diskutierte Grundeinkommen eine ganz neue Richtung vor, der sich eventuell auch andere Unternehmen irgendwann beugen werden müssen. Wie die Märkte sich dann verändern, kann wohl keiner so richtig erklären. Fest steht das wir in meinen Augen irgendwie ein ganz anders System brauchen, was uns auch als Unternehmern in meinen Augen die Zusammenarbeit sehr viel erleichtern und den Druck der Löhne, sowie gleichzeitig die Arbeitskräfte ganz anders verteilt. Eventuell sehe ich da aber auch ein wenig zu Goldig aber Querdenken ist immer noch besser, als gar nicht zu denken.

ich wünsche Ihnen weiterhin sehr viel Erfolg mit Ihrem Blog und bin sehr Dankbar dafür, dass sich Menschen wie Sie so sehr für unser Handwerk einsetzen.
mit freundlichen Grüße Steven Heinel

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Christian Funk

Vielen Dank für die vielen und lieben Worte! Sicherlich wird es einen Friseur, der einfach planlos seine Preise erhöht, ganz schnell das Genick brechen, wenn er einfach weiterhin die gleiche Qualität liefert! Für höhere Preise bedarf es auch höhere Anforderungen, Qualtätssteigerungen, höhere Gehälter der Mitarbeiter, Weiterbildung und natürlich auch ein angepasstes Angebotsspektrum! 😉 Liebe Grüße zurück, Herr Kollege!!

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Steven heinel

Da gebe ich ihnen vollkommen recht und dennoch ist qualitätssteigerung umfeldabhängig. Ich hatte früher 3 Mitarbeiter. Und es waren 4 salons in meinem Ort. Heute zähle ich 34 plus Discountläden und mobile friseure. Wenn ich nicht kleiner geworden wäre und mein Angebot verringert hätte wäre ich schon längst weg vom Fenster. Bis jetzt habe ich alle überlebt und das massensterben beginnt gerade bei mir. So viel hat man denke ich gar nicht falsch gemacht bis her 😉 Grüsse aus Berlin

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Ottwin

Sehe ich als Kunde etwas anders. Ich sitze als Mann mit dünnem Haar 10 Minuten beim Frisör. Trocken, Maschine, Schere. Für die 10 Minuten werden mir 17 bis 20 € bei den angeblich „günstigen“ und belächelten Frisörketten berechnet. Einen teueren Frisör besuche ich erst gar nicht.
Das macht einen Stundenlohn von 240! Euro. Das ist ganz einfach nicht akzeptabel. Man kann jetzt andere Dienstleistungen entgegenstellen (KfZ Mechaniker, Handwerker, etc.). Keiner dieser Brachen traut es sich einen Stundenlohn von 240€ zu berechnen. Niemand könnte mehr seine KfZ Durchsicht zahlen, wenn man allein 750€ an Arbeitskosten auf die Rechnung bekommt.
Ich weiß nicht, wie die Preise zustandekommen, allerdings scheint mir da einiges an Geld zu „versickern“.
Wie bezahlt eigentliche eine Frisörin ihren Frisör und den ihrer Kinder, ihres Mannes? Mit einem Mindestlohngehalt, scheint mir das ja unmöglich.

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Christian Funk

Hallo Ottwin… herzlichen Glückwunsch, denn sie haben es gefunden! Das Nadelöhr, den Schwanz in dem sich die Katze beißt!
Ich kann zwar beim besten Willen nicht erkennen, wo sie die 240€ Stundenlohn hernehmen, da scheint ein kleiner Fehler drin zu sein! 10min a. 20€ x 6 machen bei meinem Taschenrechner nur 120€ aus!

Aber auch das empfinde ich gemessen an der dort gebotenen Qualität, tatsächlich als Wucher! 😉

Aber egal… solche Ketten agieren mit „Mischkalkulationen“ sprich jeder zahlt das selbe! Hier ist dann der Kunde, mit vielen und dicken Haaren der Gewinner und einer wie sie guckt böse in die Röhre!
Es ist ja auch soooo schön einfach! Bei uns kostet ein Maschinenhaarschnitt 6,50€ (als vermeintlicher teuer Friseur) Maschine und Aufsatz und rüber, ist einfach nicht mehr wert… Punkt!
Bei den Billigheimern zahlt dieser Kunde mindestens das doppelte! In der Branche ist eine Mischkalkulation leider üblich… oft geht es auch gar nicht viel anders, da jeder Haarschnitt eben auch unterschiedlich aufwendig ist und ich vorher gar nicht wirklich ermessen kann wie lange ich wohl brauchen könnte! Auch sind Mitarbeiter eben auch unterschiedlich schnell!
Ich kalkuliere als vermeintlich teurer Friseur mit ca. 60€ die Stunde… das ist gemessen an anderen Gewerken eher wenig!
Aber da die Branche sich insgesamt so unglaublich unter Wert verkauft (ausgenommen bei ihnen 😉 ), kann ich in Lüneburg nicht so fürchterlich raufhauen!
Aber meine Mitarbeiter bekommen auch nicht nur den Mindestlohn… wir liegen im Durchschnitt bei ca. 12- 15€ keiner bekommt unter 10€! Der verdammte Mindestlohn (immerhin bekommen nun Friseure den, denn vorher gab es Leute die haben für 3.50€ die Stunde schuften mussten) empfinde ich für einen Handwerker als Unglaublichkeit!
Unsere Kunden zahlen auch möglichst nur das was sie auch bekommen! Ein Haarschnitt wie sie ihn beschreiben kostet bei uns nur ca. 11€ und der Kunde mit den volleren und dickeren Haaren (hier kalkuliere ich ein Zeitfenster von ca.25 min) muss mit 25€ recht tief in die Tasche greifen! Dagegen ist ein Haarschnitt mit Waschen fast ein Schnäppchen, hier bekommt der Kunde eine wunderbare Kopfmassage und einen Haarschnitt garantiert ohne Aufsatz (der ist bis auf die 6.50€ Haarschnitte strengstens Taboo) und für ca. 35 min. kalkulierte Arbeitszeit muss er nur ab 29€ bezahlen, ich finde das ist ein wirkliches Schnäppchen!

Übrigens, ein Dönerfabrikant schafft in Stoßzeiten jede Minute 1 Döner mit ca. 0,20-0,50€ Wareneinsatz und ich weiß nicht, was der Dönerkoch verdient, aber lassen wir ihm mal 15€ in die Tasche fließen!
Der Dönermann um die Ecke bei uns nimmt 4€, 4€ x 60 min. = schwups da sind die ominösen 240€ pro Stunde! Nun muss man noch Material und die 15€ Lohn abziehen (dafür muss man aber auch nur 7% MwSt abführen) und schon weiß man, was ein Döner in Relation zum Haarschnitt kostet! Wenn der Mann dann noch 2-3 Mitarbeiter beschäftigt… nun wundert es mich nicht mehr, warum der nen fürchterlich dicken Mercedes fährt! 😉

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