• Öffnungszeiten
  • /
  • Montag: Ruhetag
  • /
  • Dienstag bis Freitag: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • /
  • Samstags: 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Kassenpflicht für Friseure? Fu|Lo investigativ live von der Friseurmesse „HAARE“ in Nürnberg!

Haarchitektur-Lüneburg-Kassenssoftware

v.li. Torsten Keller (ComHair) Dieter Bögelein (ECS) Claas Lohmeyer (Fu|LO) und Jürgen Findeis (E-Cut) im freundlichen Dialog

Seit geraumer Zeit herrscht in unserem Forum eine große Verunsicherung, wenn es um die angebliche Kassenpflicht ab dem 01.01.2017 geht. Gefühlte 3-mal wöchentlich werden zu diesem Thema Fragen gestellt, Meinungen kund getan und Erfahrungswerte ausgetauscht. Leider mussten wir feststellen, dass zuweilen gefährliches Halbwissen kolportiert wird und auch so manche Firma heizte die Angst der Kollegen an, um den schnellen Euro zu machen.

Hieraus entstand die FuLo (Christian Funk und Claas Lohmeyer) Idee auf der Messe Nürnberg sich mit den wichtigsten Vertretern von Kassensoftwareanbietern zu treffen, um endlich belastbare Aussagen zu diesem wichtigen Thema zu bekommen.

Wir möchten uns ganz herzlich bei den Verantwortlichen der Firmen E-Cut, ECS und Comhair(ComCash)  bedanken, dass sie uns zuerst an einen Tisch und später auf einer Treppe Rede und Antwort standen!

Es ist gewiss keine Selbstverständlichkeit, dass „Konkurrenten“ sich zusammentun, um uns Friseuren GEMEINSAM zu helfen! Das war ganz große Klasse von Euch Torsten (ComHair), Dieter (ECS) und Jürgen (E-Cut)!

Das Video sollte die ersten dringenden Fragen beantworten. Weitere detaillierte Informationen stellen uns die Firmen gerade zusammen, so dass wir Euch alles auch noch in schriftlicher Form nachreichen werden!

Besteht bei Euch also der Wunsch, oder aber auch die Notwendigkeit ein neues EDV-System zu etablieren könnt Ihr Euch jederzeit an eine dieser drei Firmen (es gibt natürlich noch weitere) wenden, denn wir haben sie als kompetent, engagiert, professionell und seriös erleben dürfen! Keine Sticheleien untereinander, keine Halbwahrheiten um uns das Geld aus der Kasse ziehen, sondern kollegial, offen und ehrlich, so war der Umgang!

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass KEIN Kollege dazu verpflichtet ist ab dem 01.01.2017 ein EDV-Kassensystem zu nutzen! Auch wenn dies von manchen Softwareherstellern gerne behauptet wird, ist dies schlicht und ergreifend FALSCH!

Nachdem wir das zu Anfang einmal klar gestellt haben, schauen wir uns nun die drei Gruppen an, die von den neuen Regelungen ab dem 01.01.2017 betroffen sind

Kollegen, die mit einer klassischen Kassenschublade arbeiten, also weder ein EDV System noch eine Registrierkasse nutzen.

Auf Euch kommt das folgende zu:

Zum einen habt Ihr ab dem 01.01.2017 hohe formale Anforderungen zu erfüllen. So seid Ihr beispielsweise  verpflichtet eine ausführliche, tägliche Dokumentation aller Umsätze, einzeln gegliedert und mit detaillierter Umsatzart zu erstellen. Auch müssen tägliche Zählprotokolle, Kassenbericht und Kassenbuch angefertigt werden und so einiges mehr.

Die genauen Anforderungen könnt ihr bei Eurem zuständigen Finanzamt oder Steuerberater erfragen. Es spricht nichts dagegen sich an die Finanzbehörden zu wenden und nachzufragen, wie sie es sich wünschen. Damit geht man frühzeitig dem Ärger aus dem Weg.

Bei den Steuerberatern ist ein wenig Vorsicht geboten, denn nicht alle sind auf dem neuesten Stand. Es gibt „gute“ und „schlechte“ und wie wir vielen Posts entnehmen konnten herrscht auch in dieser Zunft ein gewisses Maß an Verwirrung.

In jedem Falle solltet Ihr Euch diese Aussagen SCHRIFTLICH bestätigen lassen, denn ein „das reicht schon so“ kann zu einem gefährlichen Spiel werden. Im Zweifelsfall seid Ihr es nämlich, die haftbar gemacht werdet. Daher solltet Ihr immer auf die Schriftform bestehen.

Auch wenn es möglich ist, raten wir dringend davon ab, dieses Verfahren zu nutzen. Es ist sehr fehleranfällig und bei einer Steuerprüfung können Unstimmigkeiten in der Dokumentation schnell dazu führen, dass Eure gesamte Buchführung verworfen wird. Dann schätzt Euch das Finanzamt ein, und was das bedeutet müssen wir wohl niemandem erklären.

Daher unser Rat: Wer bislang noch kein EDV-Kassensystem nutzt, sollte sich dringend eines zulegen

Kollegen, die bereits ein EDV-Kassensystem, oder eine Registrierkasse nutzen (Registrierkasse gilt vor dem Finanzamt auch als Computer) 

Für Euch ist es wichtig, dass Eure bestehenden Systeme die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Euer System muss den Finanzbehörden den sogenannten GDPdU-Export ermöglichen. Vereinfacht gesagt, muss der Steuerprüfer in der Lage sein, einen Stick in den PC, oder die Registrierkasse zu schieben und alle Daten zu übertragen
  • Euer System/Kasse muss in der Lage sein ALLE Daten mindestens 10 Jahre zu speichern
  • Euer System muss jede Leistung einzeln aufzeichnen
  • Die Daten müssen unveränderlich sein

Unsere Empfehlung: Fragt bei Euren Anbietern nach, ob diese Voraussetzungen erfüllt sind und lasst Euch dies SCHRIFTLICH bestätigen!

Auch Euer zuständiges Finanzamt, oder auch Steuerberater stehen Euch mit Informationen zur Seite. Es spricht nichts dagegen sich an die Finanzbehörden zu wenden und nachzufragen, wie sie es sich wünschen. Damit geht man frühzeitig dem Ärger aus dem Weg! Bei den Steuerberatern ist ein wenig Vorsicht geboten, denn nicht alle sind auf dem neuesten Stand. Es gibt „gute“ und „schlechte“ und wie wir aus vielen Posts entnommen haben herrscht auch hier ein gewisses Maß an Verwirrung.

Kollegen die sich ein neues System zulegen möchten

Für Euch ist die Sache relativ einfach. Die großen und seriösen Anbieter wie beispielsweise ECS, E-Cut oder ComHair (es gibt selbstverständlich noch weitere) erfüllen mit den neusten Rom-Versionen alle Vorgaben und Ihr seid auf der sicheren Seite!

Für alle die noch tiefer in die Materie eintauchen möchten, hier wichtige Themen zum Upload! 🙂
www.haarchitektur.de/wp-content/uploads/2016/11/Aktuelle-Gesetzgebung-zu-Registrierkassen.pdf

Wir hoffen Euch damit ein wenig mehr Klarheit verschafft zu haben!

Veröffentlicht von Christian Funk

Friseurmeister und Inhaber des Friseursalons Haarchitektur in Lüneburg. Dozent und Prüfer in der Meisterschule der Handwerkskammer Lüneburg (Braunschweig-Lüneburg-Stade). Fachautor, Social Media Experte und Fachtrainer für verschiedene Firmen der Beautybranche.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.