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Betriebsauswertung, Kalkulation, Multiplikator und Leistungslohn … auf Knopfdruck!

Nach vielen Seminaren und Schulungen, die Claas Lohmeyer und ich unter dem Gemeinschafts-Pseudonym “Fu|Lo” zum Thema Betriebswirtschaft, Kalkulation und Kostenrechnung veranstaltet haben, hat sich ganz klar die Erkenntnis herausgestellt…

So komplexe Themen kann man nicht an einem oder an zwei Tagesseminaren vermitteln!

Diese Themen sind ganz einfach so kompliziert und vielschichtig, dass man hier eigentlich mindestens eine Woche Intensivtraining veranschlagen müsste, um auch nur einigermaßen erfolgreich,Teilnehmern genug Wissen zu vermitteln, damit sie auch nachvollziehbar ihre Preise, ihre Wirtschaftlichkeit, sämtliche Kosten, Einnahmen und Ausgaben und vor allem alle Kennzahlen im Überblick haben. Gleichzeitig die Mitarbeiterleistung, einen vernünftigen (nicht überfordernden) und ausreichenden Multiplikator und auch nur ansatzweise, ein wirklich motivierendes und leistungsgerechtes Lohnmodell für sich selbst erarbeiten zu können.

Bei meinem letzten Seminar im Juni 2017 bei mir in Lüneburg dachte ich noch, ich habe die wirkliche Innovation! Ich hatte ein Rechensystem entwickelt, mit dem jeder recht einfach seinen Gemeinkostenzuschlagssatz errechnen kann… zumindest dachte ich das noch!  😕

Auf dem Seminar waren die meisten Teilnehmer total begeistert… jetzt konnte man zumindest recht einfach kalkulieren, ohne sich beim Ermitteln der Parameter den Wolf suchen und rechnen zu müssen, um einen Gemeinkostenzuschlagssatz ausrechnen zu können. Aber für mich war das Ganze überhaupt nicht ausreichend… viel zu viele wichtige Parameter wurden nicht erfasst und flossen so in die Kalkulation, aber nicht in die gesamte Kostenrechnung mit ein!

Mein werter und sehr geschätzte Kollege Ramin Dell brachte mich dann auf die

Wie soll man Friseuren, die höchstens mal irgendwann in der Meisterschule, die nicht ausreichenden Grundkenntnisse vermittelt bekommen haben, hier wirklich den Weg in eine ausgeklügelte Unternehmerschaft ermöglichen! Auch empfinde ich die Themen Wirtschaftlichkeit, Kosten, Gewinne, Umsätze, Preise und Löhne als sehr komplex und vielschichtig. Es gibt so unendlich viel, was aufeinander reagiert und miteinander im Zusammenhang steht! So ist es sogar für mich oft schwer, die ganzen Zusammenhänge in Verbindung zu bringen, zu verstehen und zu wissen, wie sie aufeinander reagieren.

Aber so weit habe ich anfangs gar nicht gedacht!

Mein werter und sehr geschätzte Kollege Ramin Dell brachte mich dann auf die zündende Idee… das ganze Kalkulationsthema einfach rückwärts zu spielen! Oben gebe ich den Preis ein und mein Programm sagt mir, ob das ganze denn überhaupt kostendeckend und Gewinnbringend ist!

Friseurunternehmer und Facebookstar Ramin Dell

Die Überlegung ging ganz banal um einen “KALKULATOR”… ein Tool mit dem man Preise kalkulieren kann! Eigentlich hatte ich schon mehrfach damit angefangen und für meine liebe Kollegin Mellie Chaari, im Zuge eines Unternehmens-Coachings schon mal erstellt. Nur sind auch hier wieder verschiedene Parameter, die man zur Berechnung zu Grunde legen muss, nicht vorhanden. Dann irgendwelche Pauschal- oder Schätzwerte zu nehmen, kann nicht der Weg sein!

Also habe ich zu aller erst noch einmal mit dem puren Kalkulator angefangen!

An einem Sonntagmorgen um 8:00 Uhr ging es los…

Ramin´s Idee… bei der Kalkulation nicht eine klassische Kalkulationstabelle herzuleiten, sondern bei einem Preis anzufangen und dann nach und nach die Kostenwerte abzuziehen empfand ich als richtig genial! Natürlich war das nicht so einfach eine zündende Idee und dann Vollgas… Ramin und ich haben hier schon alleine viele Stunden diskutiert und das Ganze Thema war uns schon sehr wichtig! Und ich will mir die Lorbeeren nicht alleine auf die Fahne schreiben! Ohne Ramin hätte ich das in so einer Perfektion niemals hinbekommen! Heute arbeiten Ramin und ich mit den Systemen und jeden Tag kommen uns noch Detailverbesserungen in den Sinn, wie man am besten mit den Tool s arbeiten kann! So werden von einem Preis alle Kostenpunkte (auch der Unternehmergewinn) abgezogen, bis am Ende ersichtlich wird, was übrigbleibt… Am Ende müssen 15% für Verlust (Leerlauf, Reklamationen, Materialschwund, nicht abgesagte Termine etc.) und 10% für Rücklagen (Seminare, Schulungen, Anschaffungen, Reparaturen etc) übrigbleiben! Das hat den Vorteil, dass hier ein gewisses Fenster zum Abwägen für eine straffe Kalkulation vorhanden ist! Straff kalkuliert wird der mit 25%, gut mit 30% und sehr gut mit 35% Überschuss. So wird einem z.B. klar, dass 10% Materialkosten verdammt viel sind, wenn am Ende mindestens 25% übrigbleiben müssen! Für mich eine sehr wichtige und wie ich finde vernünftige Erkenntnis. Schnell denkt man sich nämlich… 10% von 90%… das ist ja nichts!!

Ganz am Anfang- der blanke Kalkulator mit vielen Durchschnittswerten (dadurch noch reichlich ungenau)

Das Problem bei dem anfänglichen Kalkulator… die meisten Werte wurden hier noch pauschal (z.B. aus der EVA) entnommen, nicht sehr genau in der Berechnung eingerechnet, aber die Idee war geboren.

Nun fing ich an, die verschieden Werte, die man zu dieser Berechnung braucht, für mein eigenes Unternehmen zusammen zu suchen und in das so vorhandene System zu intrigieren!

War ich mit dem einem Thema fertig, kam das nächste dazu! Begonnen habe ich das Ganze mit einer Idee und einer leeren Exeldatei und nicht wirklich einen Plan, wie man Formeln schreibt!

Insgesamt habe ich 20 Stunden ohne Unterbrechung durchgearbeitet. Zwischendurch den Kollegen Ramin Dell um Rat und Meinung gefragt und wahrscheinlich die Hälfte meiner Gehirnzellen durch manische Denkprozesse dauerhaft zerstört!  😈

Nach 20 Stunden also stand das Grundgerüst. Ich musste vollkommen ausgepumpt schlafen gehen… aber ihr kennt das sicherlich… noch im Schlaf beschäftigt sich das Hirn mit den vielen Unwägbarkeiten und man wacht am nächsten Morgen unausgeruht, aber mit Geistesblitzen auf und hat über Nacht die Lösung für die grundlegensten Probleme gefunden! So ging das mehr oder weniger weitere 14 Tage, Ramin ist irgendwann an mir verzweifelt, weil mir jeden Tag immer wieder neue Ideen gekommen sind! Oder er dann die ultimative Idee hatte und nach dem er sie mir erklärt hat, ich ihm berichtete,dass ich sie schon selbst umgesetzt habe Ja, das war eine völlig verrückte Zeit, hat aber auch unglaublich Spaß gemacht!

Nun habe ich ein Gesamtwerk, eine Betriebsauswertung ohne aufwendige Rechnerei, welches sämtliche Datenwerte wie:

Kosten – Steuern – Gehälter – Ware – Gewinn – produktive/unproduktive Löhne/Unternehmerlohn ausrechnen kann, miteinander in Zusammenhang bringen und die wichtigen Parameter erstellen kann… und am Ende (eigentlich fing alles damit an) sozusagen als Nebenprodukt auch noch Preise kalkulieren kann!

Wie gesagt, nach ca. 14 Tagen stand das System und man konnte damit auch schon eine gesamte Betriebsanalyse durchführen!

Folgende Werte werden erfasst und miteinander in Verbindung gebracht:

  • Sollumsatz/Umsatzdifferenzen -für das gesamte Unternehmen
  • produktiver/unproduktiver Unternehmerlohn
  • Löhne und Lohnnebenkosten
  • Materialkosten und Wareneinkauf
  • Gemeinkosten
  • Unternehmerumsatz
  • Mindestumsätze je Mitarbeiter
  • Gewinn pro Mitarbeiter
  • Kosten pro Mitarbeiter
  • Multiplikator
  • Preise und Preisdefizite

Und für alles zusammen, ein gesamtes Controling für Einnahmen – Kosten – Umsätze – Löhne – Multiplikator inkl. überprüfende Gegenrechnungen! Betriebsauswertung, einfach auf Kopfdruck! Das bedeutet, wird an der einen Stelle ein Wert verändert, verändern sich automatisch auch andere Parameter. So kann man z.B. planen und virtuell betrachten, was ein weiterer Mitarbeiter, der neue Firmenwagen oder der nächste Azubi für Auswirkungen auf das gesamte System hat! Wunderbar und leicht verständlich kann ich meinen Betrieb überprüfen, lenken, planen und kann jede einzelne Lohnerhöhung, jede Umsatzsteigerung, jeglichen Verlust sofort statisch sichtbar und so auch überprüfbar machen!

So viel zu dem neuen IBE-Tool   … Fragt sich sicher jeder jetzt was das bedeutet!? Tja… ein cooles Teil braucht auch einen coolen Namen!  😀

INTELLIGENT-BUSINESS-EVALUATION – Tool  … hört sich doch viel besser an, als ein Tool für die Betriebsauswertung?

Da ein Tool alleine natürlich niemals für die Ansprüche von Fu|Lo ausreicht, war mir das Thema Leistungsüberwachung für das Unternehmen viel wichtiger, auch für jeden produktiven Mitarbeiter wichtig!

Deshalb habe ich noch zwei weitere Tools mit genau dem Anspruch erarbeitet, da mir auch das Thema Leistungslohn sehr wichtig ist. Hier muss ich tatsächlich gestehen, da hatte Ramin Dell die zündende Idee.Sie wurde dann auch gleichzeitig in das Tool zur Leistungserfassung der Mitarbeiter eingebaut

So entstanden kurzer Hand zwei weitere Tools

  • CPM-Tool – COMPANIE-PERFORMENCE-MONITORING
  • EPR-Tool – EMPLOYEE-PERFORMENCE-RECORDING

Das CPM-Tool hilf dem Unternehmer, die Umsätze im Auge zu behalten. So sieht dieser schon in der ersten, zweiten oder dritten Woche, ob sein Unternehmen sich auf Ziel bewegt und natürlich am Ende, was für den Unternehmer am Ende übrig bleibt… eine nicht ganz unwesentliche Erkenntnis!  😉

Das EPR-Tool ist mit der Leistungserfassung der Mitarbeiter beschäftigt. Zeigt diesen aber auch, welche Kosten sie überhaupt zu tragen haben (wir nennen dies Totpunkt) und auch hier, welche Umsätze sie pro Stunde, Tag, Woche, in zwei und in drei Wochen und natürlich insgesamt erbringen müssen

Der Leistungslohn wird mit einer ganz besonders ausgeklügelten Technik errechnet! Denn ein sehr großes Problem bei den Leistungslöhnen sind die Monate in denen die Mitarbeiter Urlaub bekommen! Hier fällt der Umsatz dann natürlich maßlos in den Keller… ich habe schon engagierte und leistungshungrige Mitarbeiter gehabt, die sich vor ihrem Urlaub fürchteten. Die durch den massiven Umsatzeinbruch stark demotiviert oder auch deprimiert waren Schon ziemlich heftig, wenn in 3 Wochen Urlaub mit einem Mal 3500€ – 4500€ Umsatz verloren sind! Unser EPR-Tool rechnet während der Urlaubszeit der Mitarbeiter einen leistungsgerechten, virtuellen Durchschnittsumsatz, (wer viel Umsatz macht, bekommt auch viel davon gutgeschrieben), der dann am Ende dem Umsatz gutgeschrieben wird. So wird es den Mitarbeitern sogar während der Urlaubszeit ermöglicht, durch gute Durchschnittsleistung, Provisionen zu erarbeiten! Finanziert wird dies ganz einfach, in dem es auf den Multiplikator aufgerechnet wird! Die zu erbringende Durchschnittsleistung erhöht sich hierdurch aber nicht.

Wie viel Provisionen ein Unternehmer mit diesem Tool auszahlen möchte, kann hier flexibel jeder für sich entscheiden! Da ich aber mit den drei Tools einen kompletten Überblick habe und die Betriebs- sowie Mitarbeiterleistung sehr genau überblicken kann, gleichzeitig einen ganz genau divinisierten und vor allem nicht überzogenen Multiplikator habe, habe ich mich entschlossen einen wirklich motivierenden Multiplikator auszugeben!

Und die Leistung, die ich und auch Ramin seit der Einführung dieser Motivationsspritze haben, lässt sich sehen! Ich zahle auf den Umsatzüberschuss der Mitarbeiter ganze 50% Provision aus und noch einmal 10% Extra auf den Verkaufsumsatz! Dies führt gerade zu astronomischen Umsätzen bei mir so wie bei Ramin… und wieder zählt der Spruch von Robert Bosch!!

Veröffentlicht von Christian Funk

Friseurmeister und Inhaber des Friseursalons Haarchitektur in Lüneburg. Dozent und Prüfer in der Meisterschule der Handwerkskammer Lüneburg (Braunschweig-Lüneburg-Stade). Fachautor, Social Media Experte und Fachtrainer für verschiedene Firmen der Beautybranche.

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